Die neue islamische Gemeinschaft in NRW

Die neue islamische Gemeinschaft in NRW


Der Theologe aus Münster, Prof. Mouhanad Khorchide (Sunnit), und die NRW-Integrations-Staatssekretärin Serap Güler (CDU) haben eine weitere islamische Organisation gegründet.

Die neue islamische Gemeinschaft in NRW

Von Dr. Nathan Warszawski

Die „Muslimische Gemeinschaft NRW“ steht für einen weltoffenen Islam, sagt der Direktor (M.K.) des Zentrums für Islamische Theologie (ZIT) an der Universität Münster. Eines der Ziele des Vereins ist, für das Land NRW Ansprechpartner beim islamischen Religionsunterricht zu sein, sagt Khorchide, der auch Vorsitzender der neuen „Muslimische Gemeinschaft NRW“ ist.

Die „Muslimische Gemeinschaft NRW“ bekennt sich zur Rede- und zur Meinungsfreiheit und wendet sich gegen jede Form von Intoleranz. In der Gründungserklärung heißt es: „Wir lehnen religiös begründete Traditionen und Gesetze ab, die im Widerspruch zu den Menschenrechten, beziehungsweise zum deutschen Gesetz stehen.“ Zudem sollen die 80% nicht organisierten Muslime in Deutschland in der Muslimischen Gemeinschaft NRW einen Ansprechpartner und eine Heimat erhalten..

Unter https://mg-nrw.de/mitglied.php kann man die Mitgliedschaft unabhängig von der Religionszugehörigkeit beantragen.

Wer wird der Muslimischen Gemeinschaft NRW nicht wünschen, dass sie ihre Ziele erreicht? Es wird ein schwerer Weg sein. Wie soll man sich einen Islam vorstellen, der religiös begründete Traditionen und Gesetze ablehnt, die im Widerspruch zu den Menschenrechten und zum deutschen Gesetz stehen? Dies bedeutet, dass bestimmte weltweite muslimische Traditionen von der MG (Muslimische Gemeinschaft NRW) bekämpft werden, damit sie in Deutschland nicht Fuß fassen. Solche weltweite muslimische Traditionen, die im Widerspruch zu den Menschenrechten, beziehungsweise zum deutschen Gesetz stehen, trifft man in allen islamischen Ländern an! Das bedeutet, dass sich die MG von sehr vielen weltweiten islamischen Traditionen abkapseln muss.

In Berlin existiert bereits die liberale Ibn-Rushd-Goethe-Moschee, die die oben erwähnten Anforderungen erfüllt. Sie wird von Seyran Ates geleitet. Dumm nur, dass diese liberale Moschee, in der Männer und Frauen gemeinsam beten, von kaum einem Muslim und keiner islamischen Organisation anerkannt werden. Dass darf jedoch liberale Muslime nicht davon abschrecken, weitere liberale muslimischen Gemeinschaften zu gründen. Doch Liberalität ist in der Scharia – zumindest bisher – nicht vorgesehen. Für die meisten Muslime gelten liberale Muslime als Abtrünnige, die der deutsche Staat 24 Stunden täglich beschützen muss. Wer will dem Theologen aus Münster ein solches hartes Schicksal wünschen? Ein Kompromiss zwischen Scharia und Verfassungstreue ist momentan nicht vorstellbar.

Letztendlich geht es darum, dass der Satz „Der Islam gehört zu Deutschland“ wahr und mit Leben erfüllt wird. Der Islam gehört jedoch zu keinem Staat, zu keiner Gemeinschaft und somit auch nicht zu Deutschland. Dem Islam gehört die ganze Welt, also auch Deutschland. Sollte dieser schriftliche Auftrag im Koran (z.B. Sure 48: al-Fath: Der Sieg) trotz der Anstrengungen von Seyran Ates und Mouhanad Khorchide durchgesetzt werden, dann wird es keine islamischen Traditionen und Gesetze mehr geben, die im Widerspruch zu Menschenrechten und zu deutschen Gesetzen stehen.

 

Foto zur Illustration: Islamischer Demonstrant in London


Autor: Dr. Nathan Warszawsk
Bild Quelle:


Sonntag, 31 März 2019

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