Was New Yorks demokratische Bürgermeisterkandidaten über BDS denken

Was New Yorks demokratische Bürgermeisterkandidaten über BDS denken


New York City wählt am 2. November einen neuen Bürgermeister. Weil Amtsinhaber Bill de Blasio nach zwei Amtszeiten nicht zur Wiederwahl antreten darf, machen sich zahlreiche mehr oder weniger prominente Personen aus Politik, Wirtschaft und Verwaltung Hoffnung auf seine Nachfolge.

Was New Yorks demokratische Bürgermeisterkandidaten über BDS denken

Von Stefan Frank

Zwar kann als sicher gelten, dass der Sieger oder die Siegerin aus den Reihen der Demokratischen Partei kommen wird – die Wahl am 2. November ist also eigentlich nur eine Formsache –, wer aber die parteiinternen Vorwahlen der Demokraten gewinnen wird, ist zu diesem frühen Zeitpunkt noch völlig offen.

„Eine Mehrheit der führenden demokratischen Kandidaten, die für das Bürgermeisteramt von New York kandidieren, ist gegen die BDS-Bewegung“ – das ist das Ergebnis einer Kandidatenbefragung durch den Forward.

Das in New York ansässige traditionsreiche jüdische Wochenmagazin hatte die Bewerber gefragt, wie sie zur Boykottkampagne BDS stehen, die den Staat Israel durch einen Boykott von Menschen und Waren zerstören will. Zudem fragte die Redaktion die Kandidaten, ob sie schon mal in Israel waren oder eine Reise ins Auge fassen würden.

Das Feld der Aspiranten

Laut einer Onlineumfrage leicht favorisiert ist Andrew Yang, der dieser Erhebung zufolge derzeit die Zustimmung von 28 Prozent der Befragten hat und 84 Prozent von ihnen namentlich bekannt ist. Der 46-jährige Rechtsanwalt, Unternehmer und Sohn taiwanesischer Einwanderer wurde einer breiteren Öffentlichkeit 2019 durch seine Bewerbung um die Präsidentschaftskandidatur der US-Demokraten bekannt.

Im Januar hatte Yang sich in einem biografisch gefärbten Beitrag im Forward an New Yorks jüdische Gemeinde gewandt und versichert, dass er sich als Bürgermeister „gegen die BDS-Bewegung wehren“ werde, „die allein Israel auf unfaire Weise wirtschaftlich bestrafen“ wolle. „BDS“, erklärte er, „wurzelt nicht nur im antisemitischen Denken und in einer Geschichte, die auf faschistische Boykotte jüdischer Unternehmen zurückgeht, sondern ist auch ein direkter Angriff auf New Yorks Wirtschaft“.

Nun hat die Redaktion des Forward auch den anderen relevanten Kandidaten Gelegenheit gegeben, ihre Position zu einem Thema darzulegen, das, wie sie sagt, „für die jüdischen und proisraelischen Communitys von großer Bedeutung ist“. Welche Kandidaten sind das? „Auf Yang folgen zwei Politiker, die seit Jahren in gewählten Ämtern sind“, berichtet die amerikanische Politik-Website Politico.

„17 Prozent der Befragten nennen den Bezirkspräsidenten (Borough President) von Brooklyn, Eric Adams (50), als erste Wahl, 60 Prozent gaben an, von ihm gehört zu haben. Der Stadtkämmerer (City Comptroller) Scott Stringer (50) hatte eine Bekanntheit von 66 Prozent und gewann das Vertrauen von 13 Prozent.“

Die übrigen Kandidaten haben laut der Umfrage Schwierigkeiten, wahrgenommen zu werden. Unter ihnen sind die Juristin, Bürgerrechtlerin und ehemalige Beraterin von Bürgermeister de Blasio, Maya Wiley (57); Shaun Donovan (55), von 2009 bis 2014 Bauminister unter Präsident Obama; Kathryn Garcia (50), von 2014 bis 2020 Leiterin von New Yorks Gesundheitsbehörde; der Citigroup-Banker Ray McGuire (54), sowie Carlos Menchaca (40), Mitglied des Stadtrats von New York City.

„Keiner hatte mehr als 33 Prozent Namenswiedererkennung oder Zustimmungswerte über 8 Prozent.“ Donovan und Wiley kämen auf 8 Prozent, die anderen auf jeweils 2 Prozent, so Politico.

Eine Frage, die kein Kandidat beantworten wollte

Wie der Forward schreibt, habe keiner der acht Kandidaten, die auf die Forward-Umfrage geantwortet hätten, „die Frage beantwortet, ob sie ein Exekutivdekret von Gouverneur Andrew Cuomo aus dem Jahr 2016 unterstützen, wonach staatliche Behörden nicht mit Unternehmen und Organisationen zusammenarbeiten dürfen, die BDS unterstützen“.

Sieben der acht sagten, sie würden erwägen, Israel während ihrer Amtszeit zu besuchen, wenn sie gewählt würden. Die Antworten im Einzelnen:

 

Erstveröffentlicht bei der Achse des Guten


Autor: Stefan Frank
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Mittwoch, 24 Februar 2021

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