Bewaffnete „Antifa“-Miliz: Mao´s Erben in Seattle

Bewaffnete „Antifa“-Miliz:

Mao´s Erben in Seattle


Nach Auseinandersetzung mit Linksradikalen Anfang dieser Woche, kündigte die Bürgermeisterin von Seattle Jenny Durkan zur „Deeskalation“ den Rückzug der Polizei aus dem betreffenden Bezirk an. Sie ließen das entsprechende Polizeirevier verschlossen zurück.

Mao´s Erben in Seattle

Von Gastautor Sebastian Thormann

Daraufhin besetzten die radikalen Polizeigegner mehrere Blocks und erklärten sie zur „Autonomen Zone“, in der die Polizei verboten ist. Barrikaden, an denen auch „Sie verlassen die Vereinigten Staaten“ zu lesen war, markieren den Eingang in dieses Gebiet. Zunächst herrschte wohl eine hippie-ähnliche Party- und Siegesstimmung.

Zu den Forderungen der Polizeigegner gehört die vollständige Abschaffung des Seattle Police Department, die Entwaffnung der Polizei bis das erreicht ist und die komplette Abschaffung der Gefängnisse. Etwa 500 Einwohner leben in der Gegend Capitol Hill, die auf Schildern auch als „Freies Capitol Hill“ oder „Volksrepublik Capitol Hill“ bezeichnet wird. Plakate an Häusern erklären unter anderem: „Dieses Gebäude ist jetzt im Volksbesitz.“ Bald wurden die radikalen Besetzer des polizeifreien Utopias allerdings mit der Realität konfrontiert:

„Wir sind jetzt die Polizei“

Eine selbst-erklärte lesbische Anarchistin berichtete auf Twitter, dass die „eingeladenen“ Obdachlosen das Essen in der Polizei-No-Go-Area gestohlen hatten. Man benötige jetzt dringend „veganen Fleischersatz, Obst, Hafer, Sojaprodukte“ von außen.

In der Abwesenheit der Polizei treten jetzt auch andere Akteure auf. Rapper Raz Simone, der nun mit einem War Lord verglichen wird, begann zusammen mit Komplizen die Straßen mit einer AK-47 und anderen Waffen zu patrouillieren. In einer Auseinandersetzung mit einem Graffiti-Sprayer erklärte diese Truppe nun: „Wir sind jetzt die Polizei dieser Gemeinde, wir sind jetzt die Anführer dieser Gemeinde.“

Bewaffnete Wächter kontrollieren außerdem an eigens eingerichteten „Check Points“ den Zugang zu dieser Zone. Laut Berichten erklärte die selbsternannte „Volkstruppe“, dass Leute, die das Gebiet betreten und „fremd“ aussehen, befragt und durchsucht werden sollen. Es gibt auch Berichte, wonach diese Truppe lokale Geschäfte in dem Gebiet zu Schutzzahlungen zwingt.

Vielleicht ist am Ende die Abschaffung der Polizei und die Errichtung einer real-existierenden anarcho-kommunistischen Kommune doch nicht die beste Idee, die Seattles Linksradikale je hatten.

 

Sebastian Thormann, geb. 2000, studiert in Passau. Er schreibt für den Schülerblog Apollo-News, wo dieser Beitrag zuerst erschien.


Autor: AchGut
Bild Quelle: I, Cacophony / CC BY-SA (http://creativecommons.org/licenses/by-sa/3.0/)


Samstag, 13 Juni 2020