Der Tod ist ein Meister aus Brüssel

Der Tod ist ein Meister aus Brüssel


Während in Brexit-Britannien bereits rund 4 Millionen Menschen gegen Covid-19 geimpft sind, scheitert die EU seit rund sechs Wochen daran, wenigstens den Anschluss an die Impfquote in Schwellenländern wie Mexico und Argentinien zu halten - ohne, dass dieser Skandal für die Brüsseler Beamtendiktatur irgendwelche Folgen hätte.

Der Tod ist ein Meister aus Brüssel

Von Ramiro Fulano

Es kommt sogar noch besser, meine Damen und Herren: Während Millionen von Rentnerinnen und Rentnern die seit Jahren fälligen Rentenanpassungen vorenthalten wurden, um der Oligarchie der EU ein Leben in Saus und Braus zu finanzieren, möchten nun - da es um die Verteilung der von ihnen künstlich verknappten Ressource Covid-19-Impfstoff - genau jene EU-Kommissare ganz vorn in der Schlang stehen, die maßgeblich dafür verantwortlich sind, dass die deutsche Impfquote so ist, wie sie ist: in weiten Teilen unter dem Niveau von „Schwellenländern“ - vulgo: der dritten Welt. Vielen Dank, liebe „Europäer“, aber wer solche Freunde hat, braucht keine Feinde.

Dieses traurige Ergebnis wurde - wie in der EU üblich - mit maximalem Aufwand erzielt. Zumindest, was die Rhetorik betraf: Man solle sich vor „nationalen Alleigängen“ hüten, weil man ja so viel besser wäre, so viel solidarischer, hieß von der EU. Und man malte das Schreckgespenst des „Impf-Nationalismus“ an die Wand - als wollte das Deutsche Reich schon wieder Polen überfallen. Mit dem Ergebnis, dass ein paar tausend Menschen langsam und kläglich an Lungenentzündungen verstorben sind. Was ohne deutsche EU-Mitgliedschaft wahrscheinlich zu vermeiden gewesen wären. Aber ich bin mir sicher, die Betroffenen haben in ihren letzten Stunden oft an Guy Verhofstadt, Ursula von der Leyen und die von ihnen ach so gern beschworenen „Europäischen Werte“ gedacht, insbesondere an die „Europäische Solidarität“, bevor sie die sterbliche Hülle hinter sich zurückgelassen haben. Denn drei Generationen nach dem vorläufig letzten Weltkrieg inklusive Holocaust ist der Tod nicht länger ein Meister aus Deutschland, sondern aus der Hauptstadt des „Projekts Europa“. Und Raider heißt jetzt Twix.

Es fällt der EU sehr leicht, nicht nur mit dem Geld, sondern auch mit  dem Leben anderer Menschen großzügig zu sein. Und warum sollte sich das ändern? Es geht dem Personal der EU doch viel zu gut - sie haben gar keinen Anreiz, etwas zu reformieren. Die immer, wenn etwas schief geht, leutselig in Aussicht gestellte „Bürgernähe der EU“ wird es so lange nicht geben, wie sich ihr letzter Erfüllungsgehilfe noch an seine Kontonummer erinnern und sich von den Folgen seiner „politischen“ (=wahnhaften) Entscheidungen freikaufen kann. Das hat sich in den letzten zwei, drei Jahrzehnten von „Mehr Europa!“ gezeigt.

Dass die EU nun Blut an den Händen hat - tausendfach, wenn nicht zehntausendfach - liegt indes nicht nur an der eklatanten geistigen und körperlichen Arbeitsunwilligkeit, wenn nicht Arbeitsunfähigkeit, der EU-Behörden. Sondern nicht zuletzt daran, dass man in Brüssel zielstrebig aufs falsche Pferd gesetzt hat, als Ende November letzten Jahres die ersten Impfstoffe verfügbar wurden. Zunächst mal hatte man es in Brüssel keineswegs besonders eilig, einem Vakzin die Zulassung zu erteilen und vertrödelte so ein paar Wochen. Im Ausland platzierte man seine Bestellungen bereits, während man und frau sich bei der EU noch die Hände am Sitzfleisch wärmten, mit Gusto.

Sodann entschied sich die EU - warum wohl? - für ein deutsches Präparat, das - obwohl natürlich eine wissenschaftliche Sensation - im Handling so kompliziert war, dass sogar deutsche Gesundheitsämter daran scheiterten. Aber natürlich war BioNTechs Covid-19-Impfung die richtige Lösung - das Corona-Virus hatte die indigene Bio-Tech-Branche bloß vor das falsche Problem gestellt. Und jetzt noch mal im Ernst: Wie soll in der sogenannten Dritten Welt, wo sogar handelsübliche Kühlschränke oft Mangelware sind, eine Kühlkette bei minus 79°C durchgehalten werden - über Wochen, und über erhebliche Entfernungen, bei bestenfalls lückenhafter Infrastruktur? Schon blöd, dass es nicht überall auf der Welt so technisch komfortabel zugeht, wie in Mainz. Aber so ist es nun mal.

Man mag die EU-Entscheidung für BioNTech für ein weiteres Beispiel deutscher Wirtschafts-Politik halten. Und man macht wahrscheinlich nicht viel falsch, wenn man die Quelle dieser „Politik“ (s.o.) in den Reihen der wirtschafsfreundlicheren der beiden deutschen „Volksparteien“ vermutet. Tatsächlich spielt der neuerliche Triumph des deutschen Wesens - und an dem sollte bekanntlich die Welt genesen - bereits jetzt nur eine absolute Nebenrolle. Das derzeit erfolgversprechendste Vakzin, entwickelt von der Uni Oxford und produziert in Groß Britannien (ups!) hat sich weltweit durchgesetzt, weil es in jedem funktionierenden Kühlschrank gelagert werden kann und von daher kompatibel mit der medizinischen Wirklichkeit ist, in der drei Viertel der Menschheit leben.

Mit dem Hersteller des weltweit erfolgversprechendsten Vakzins, Astra Zeneca, hatte es sich die EU indes bereits recht frühzeitig verdorben. Zugegebenermaßen hatte der Hersteller einen wirklich blöden methodischen Fehler in seiner Statistik, aber als der korrigiert war, hätte die Zulassung auch in der EU zeitnah erfolgen können. Zumindest, wenn man bei der EU nicht so leidenschaftlich darauf erpicht gewesen wäre, den Briten ihren Brexit in kleiner Münze heimzuzahlen, indem man sich an jener Branche rächt, in der das Vereinigte Königreich führend ist (nein, nicht nur die britische Finanzbranche, auch die dortige Biotech-Industrie liegt ein paar Jahre vor dem europäischen Durchschnitt).

Und so kam es zum deutschen Impf-Desaster. An dem versterben nun auf Wunsch der EU vor allem jene „Impf-Nationalisten“, die dem Brüsseler Politbüro jahrzehntelang ein Leben in Saus und Braus finanzieren durften und jeden Rentengroschen zweimal rumdrehen mussten, damit die Eurokraten auch weiterhin in dem Luxus leben können, den sie gewohnt sind. Zehntausende Menschenleben gehen bereits aufs Konto der Brüsseler Ein-Euro-Behörde. Wie viele müssen es noch werden, bis der EU endlich das Handwerk gelegt wird?


Autor: Ramiro Fulano
Bild Quelle: European Parliament from EU, CC BY 2.0 , via Wikimedia Commons


Sonntag, 24 Januar 2021

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