Weihnachts-Gottesdienste verbieten, aber Freitagsgebete durchwinken?

Weihnachts-Gottesdienste verbieten, aber Freitagsgebete durchwinken?


Wenn Christen Weihnachten unter strengen Hygienebedingungen feierten, ginge von diesen Veranstaltungen dennoch eine Gefahr aus, die unsere Regierung wenige Tage später dazu nötigen könnte, wegen explodierender Infektionszahlen den Lockdown zu verschärfen.

Weihnachts-Gottesdienste verbieten, aber Freitagsgebete durchwinken?

Von Michael van Laack

Vorsorglich erklärte NRW-Ministerpräsident Laschet öffentlich, dass er seine Tickets für die Christmette zurückgeben werde. Und der ÖRR erhöht durch immer neue Artikel auf seinen Plattformen den „moralischen Druck“, alle Weihnachts-Gottesdienste abzusagen…

Freitagsgebete hingegen scheinen sogar an den Weihnachtstagen ungefährlich zu sein. Auch Ute Teichert – Vorsitzende des Bundesverbands der Ärztinnen und Ärzte im öffentlichen Gesundheitsdienst – hält zwar Weihnachtsgottesdienste für gefährlich, verliert aber zum Besuch einer Moschee kein Wort. „In diesem Jahr sollten Präsenzgottesdienste bundesweit untersagt werden“. Weil wir wissen, wie leicht sich das Virus gerade bei Gottesdiensten übertragen kann, dürfen wir zu Weihnachten angesichts der hohen Infektionszahlen kein zusätzliches Risiko eingehen“.

Welche Studie belegt überproportional Infektionen durch Gottesdienste?

Gar keine! Aber das ist völlig egal. Denn die Gastronomie trocknet man ja auch gerade deutschlandweit komplett aus, obwohl sich nie ein Beleg fand, dass vor dort aus die Superspreader durch ihre Wohnorte zogen. Nun hat der Lockdown light nicht funktionier (was auch ein Beleg dafür ist, dass die Gastronomie nur minimal an der Ausbreitung beteiligt ist. Schnell musste der nächste Schuldige her. Nun ist es der Einzelhandel. Aber selbstverständlich nicht der ganze Einzelhandel, was über Lebensmittelgeschäfte hinaus hunderte von Ausnahmeregeln in den verschiedenen Bundesländern belegen. Schulen, Kitas, Unis, überfüllte S- Bahnen in Großstädten… Alles kein Problem!

Da das imaginäre Ziel 10. Januar 2021 zur „schrittweisen Normalisierung“ verkündet wurde, muss man selbstverständlich ein wenig vorbauen, falls es nicht so funktioniert, wie gewünscht. Nun geraten die Gottesdiensträume der christlichen Kirchen in den Fokus. So fordert man in dem Wissen, dass dies rechtlich kaum durchsetzbar sein dürfte und vor dem Bundesverfassungsgericht keinen Bestand hätten, ein totales Gottesdienst-Verbot. Tatsächlich aber hoffen die fordernden Protagonisten, dass in möglichst vielen kleinen  Gemeinden Feiern stattfinden.

Weihnachtslieder gemeinsam denken birgt erhöhtes Infektions-Risiko

Denn dann hat man einen als Opfer perfekt geeigneten Schuldigen, falls ein neues Infektionsgeschehen die Lockdown-Verlängerung bis Ultimo notwendig werden sollte, rasch gefunden. Die Christen und vor allem die dem überwiegenden Teil der Bundesregierung verhassten Katholiken mussten ja unbedingt „O Du fröhliche“ in der Kirche denken. Singen dürfen sie es eh nicht, denn in Kirchen herrscht neben Weihwasserverbot und der Forderung zum Verzicht auf den Kommunionempfang bekanntlich Gesangsverbot. Aber sie denken es dort miteinander. Und über das gemeinsame Denken verbreitet sich das Virus auch über eine Distanz vom mehr als 10 Metern mühelos. Jedenfalls wird man uns glauben machen wollen, sollte der Lockdown verlängert werden müssen: Die ungehorsamen Katholiken sind an allem schuld!

Von Moscheen kein Wort

Wieviel Moscheen es in Deutschland gibt, weiß niemand so genau. Die letzten Schätzungen lagen zwischen 2.750 und 3.500. Aber es ist ja auch nicht wichtig, dass der Staat weiß, wie viele Barmherzigkeitszentren es in Deutschland gibt. Vom Islam geht bekanntlich keinerlei Gefahr aus. Und deshalb macht Corona auch einen großen Bogen um alle, die Freitag für Freitag auf Gebetsmatten knien und sich vom Imam eine Stunde lang in seiner Predigt erklären lassen, dass das Grundgesetz wichtiger ist als der Koran.

Wohl deshalb hat es kein einziger Politiker der Allparteien-Koalition oder Vorsitzender welcher staatsnahen Institution auch immer für nötig gehalten, Sätze zu sagen wie: „In den nächsten Wochen darf es keine Präsenz-Gottesdienste und keine Präsenz-Freitagsgebete geben.“ Das hat nichts damit zu tun, weil man wüsste, dass die Muslime sich eh nicht daran halten würden oder vor der Moschee auf der Straße ihr Gebet verrichteten. Vermutlich sind die (auch wieder geschätzt) 5,8 bis 8,3 Millionen Muslime in Deutschland durch den Segen Allahs immun gegen das Virus. Nicht weltweit, aber: Die reine und gesunde bunte deutsche Luft macht sie widerstandsfähig. – Alles nur noch zum K…

 

Philosophia Perennis


Autor: Philosophia Perennis
Bild Quelle: Collage mit: Von Azim Khan Ronnie - Eigenes Werk, CC BY-SA 4.0


Samstag, 26 Dezember 2020

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